In den Fängen der KI – ein „out-of-the-box“ Escape Game für Bibliotheken

Escape Games liegen voll im Trend. „Gemeinsam spielen statt gegeneinander“ heißt die Devise bei den kooperativen Knobelspielen. Die Begeisterung für Escape Games können sich auch Bibliotheken zunutze machen und damit alte und neue Besucher in ihre Räumlichkeiten locken. Die Entwicklung eines eigenen Escape Games macht Spaß, keine Frage, erfordert aber auch ein hohes Maß an Einfallsreichtum und ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.

Julia Binder von der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Bayern und ich hatten deshalb folgende Idee: Einige wenige Bibliotheken entwickeln im Rahmen einer Workshopreihe gemeinsam ein Spielkonzept, das anschließend in jeder Bibliothek – egal ob groß oder klein – mit minimalem Aufwand umgesetzt werden kann.

Spielmaterial für das Escape Game „In den Fängen der KI“

Das Angebot stieß auf großes Interesse. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen aus 15 bayerischen Bibliotheken entwickelte ich von Oktober 2023 bis Januar 2024 ein mobiles Escape Game zum Thema „Künstliche Intelligenz“ für Jugendliche und Erwachsene. Nach einer ausführlichen Testphase wurde das Spiel im April offiziell ausgerollt und kann nun in allen bayerischen Bibliotheken umgesetzt werden.

Wollen Sie mehr über das Spiel erfahren oder selbst ein Escape Game entwickeln? Dann lesen Sie weiter … „In den Fängen der KI – ein „out-of-the-box“ Escape Game für Bibliotheken“ weiterlesen

Escape Games in Bibliotheken

Ende 2020 führte ich im Auftrag des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz mehrere Fortbildungen zum Einsatz von Escape Games in der Bibliotheksarbeit durch.

Die beiden ersten Veranstaltungen konnten unter Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften noch vor Ort in Koblenz und Neustadt an der Weinstraße stattfinden. Für die Folgetermine im Dezember mussten wir dann allerdings ins Online-Format wechseln.

Workshops unter Corona-Bedingungen

Meine Fortbildungen zu Escape Games sind grundsätzlich als Workshops konzipiert. Die Teilnehmer/innen werden also selbst aktiv und arbeiten an dem Tag viel praktisch. Dies wollte ich auch unter Corona-Bedingungen unbedingt beibehalten. Das hat auch wunderbar funktioniert. Was es dazu braucht sind

  • etwas Flexibilität bei der Agendagestaltung,
  • gute Kenntnis der Funktionen des genutzten Videokonferenztools und
  • Verständnis für die unterschiedlichen Wünsche und Zielsetzungen der Teilnehmer/innen.

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Escape Games in der Kinder- und Jugendarbeit

In den letzten zwei Jahren habe ich mich viel mit dem Thema „Escape Rooms“ bzw. „Escape Games“ im Bildungskontext beschäftigt.

Ich habe …

Fortbildung für Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit

Im November 2019 habe ich nun meine erste eigene Fortbildung für Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit angeboten, um meine Erfahrungen weiterzugeben. Im Jugendzentrum Bebra verbrachte ich einen ganzen Tag mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das Prinzip der Escape Games besser verstehen wollten, um sich dieses für die berufliche Praxis nutzbar zu machen. Die Teilnehmer hatten dabei ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe. Ein Großteil der Gruppe war hauptberuflich oder ehrenamtlich in der offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Es gab aber auch Lehrkräfte, Museumspädagogen sowie Teilnehmer, die primär aus privatem Interesse an der Veranstaltung teilnahmen.

Inhalte der Fortbildung

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Code Breakers mobile im JUZ Andernach

Code Breakers mobile ist ein Escape-Game-Abenteuer mit fertigen Materialien zum Ausleihen rund um die Themen Digitalisierung, logisches Denken und Teamarbeit bei medien+bildung.com. Ursprünglich als stationäres Escape-Room-Spiel für das Haus der Medienbildung in Ludwigshafen konzipiert, haben wir das Konzept im Laufe des Jahres 2019 in eine mobile Lösung überführt.

Seit dieser Woche ist das Spiel im Jugendzentrum (JUZ) Andernach im Einsatz. Mit einer Kollegin von medien+bildung.com war ich vor Ort, um die Räume des JUZ umzugestalten und das Team zu Spielleitern auszubilden. Noch bis zum 02.12.2019 können Schulklassen, Vereine und Jugendgruppen das Escape Game in Andernach spielen.  Da drei identische Räume parallel bespielt werden können, sind Gruppengrößen bis zu 24 Teilnehmer zugelassen. Im Gegensatz zu kommerziellen Escape Rooms ist dieses Angebot komplett kostenfrei.

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Abenteuer Medien: Go-Live des mobilen Escape Room-Spiels für Familien

Ende 2018 hatte ich Fördermittel vom Medienkompetenz-Fund erhalten, um ein Konzept für ein mobiles, raumunabhängiges Escape Room-Spiel für Familien zu entwickeln. Ziel des Spiels sollte es sein, dass sich Eltern und Kinder gemeinsam und mit Spaß mit dem Thema Medien beschäftigen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Mannheim ist ein abwechslungsreiches Abenteuer rund um Coding, Making und Gaming entstanden, das wir Anfang April mit einigen Freiwilligen testen konnten. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Reaktionen durchweg positiv ausgefallen sind. Ab sofort ist das Spiel in der Stadtbibliothek Mannheim und ihren Zweigstellen einsatzbereit. Vielen Dank nochmal an die Damen und Herren vom Medienkompetenz-Fund, die diese Aktion möglich gemacht haben!

Medienpädagogik: Escape Room-Abenteuer für Familien

„Code Breakers“ wird mobil

Das Escape Room-Spiel Code Breakers geht in die nächste Runde. Nach dem Erfolg in Ludwigshafen arbeiten wir daran, das Spielkonzept in eine mobile Lösung zu überführen. Das Haus der Medienbildung hat einen Trailer zu dem Spiel veröffentlicht, der sich an PädagogInnen und Organisationen richtet, die Interesse an einer Kooperation haben.

Ich freue mich darauf, im nächsten Jahr weitere Schulklassen und Jugendgruppen bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Code Breakers in Ludwigshafen

In den letzten drei Wochen lief ein tolles Projekt im Haus der Medienbildung in Ludwigshafen. Code Breakers – ein Escape Room-Abenteuer für Schulklassen rund um das Thema Algorithmen. Ca. 440 Schülerinnen und Schüler hatten dort die Möglichkeit, ihr logisches Denken, ihre Teamfähigkeit und ihre Ausdauer unter Beweis zu stellen. In Teams von ca. 5 bis 8 Schülern traten sie gegen Professor X an, um die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren. Dafür mussten knifflige Rätsel gelöst werden und bspw. Binärcodes entschlüsselt und Zahlen gemäß eines definierten Algorithmus sortiert werden.

Ich durfte einige Spielrunden begleiten und den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Aufgaben hatten es wirklich in sich und die Zeit war sehr knapp. Umso erfreulicher war es zu sehen wie einige Teams in Rekordzeit den X-Algorithmus knacken und quasi ohne Hilfestellung sämtliche Rätsel im Escape Room lösen konnten. Respekt an alle Teilnehmer, die sich dem Abenteuer gestellt haben! Und ein großes Dankeschön an das Team vom Haus der Medienbildung, das dieses tolle Projekt umgesetzt hat!

Mehr Infos unter anderem hier auf der Seite von medien+bildung.com. Zur Nachahmung empfohlen!

Abenteuer-Rätsel-Räume in Wiesloch

Anfang August war ich mit der Workshopreihe „Buchheld trifft iPad“ erneut zu Gast in der Stadtbibliothek Wiesloch. Pate für die Veranstaltung standen diesmal die „Fünf Freunde“ aus der gleichnamigen Buchreihe. Die Teilnehmer – 12 Mädchen und Jungen zwischen 9 und 13 Jahren – entwickelten mit viel Fantasie und Geduld eine eigene Abenteuergeschichte rund um Julian, Dick, Anne und George und Timmy den Hund: die fünf Freunde verbringen ihre Ferien in Wiesloch und geraten dort direkt in einen neuen Fall. Die Wieslocher Hunde sind in Gefahr! Ein Unbekannter hat Giftköder ausgelegt und fordert von der Stadt Geld mit der Drohung, bei Nichtzahlung weitere Köder in Umlauf zu bringen. Bei einem Spaziergang im Dämmelwald erwischt es Timmy. Er frisst einen Giftköder. Die fünf Freunde müssen schnellstmöglich ein Gegenmittel finden. Und dafür brauchen sie den Täter…

Ab jetzt läuft die Zeit und das Spiel beginnt. Denn zur Lösung des Falls wurden die Eltern, Geschwister und Freunde der Teilnehmer ins Boot geholt. In mehreren Abenteuer-Rätsel-Räumen (aka Escape Rooms) versteckten sich Hinweise und Rätsel, die es zu lösen galt, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Die Räume wurden von den Kindern im Vorfeld selbst gestaltet. Neben analogen Rätseln wurden bewusst „mediale Aufgaben“ in die Räume eingebaut. So erstellten die Kinder bspw. einen eigenen Weblog oder nutzten QR-Codes zur Verschlüsselung von Nachrichten. Aber natürlich kamen auch ganz klassisch Geheimschriften, Puzzles, Zahlenschlösser, Logikrätsel und versteckte Gegenstände zum Einsatz.

Das Live-Spiel am Ende der dreitägigen Veranstaltung war der krönende Abschluss. Würden die Familien und Freunde den Fall lösen und Timmy das Gegenmittel verabreichen können? Die Teilnehmer agierten während des Spiels selbst als Schauspieler und konnten so bei Bedarf zusätzliche Hinweise einfließen lassen sollte das Spiel ins Stocken geraten. Die Aufregung war bei allen groß! Zum Glück konnte Timmy in beiden Spielrunden gerettet werden!

Nach dem Happy End gab es als Belohnung noch Eis am Stiel für alle. Ein großes Dankeschön an die Stadtbibliothek Wiesloch, die die Veranstaltung mit viel Engagement möglich gemacht hat!

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Games programmieren mit Unity

Im Rahmen meiner Fortbildung zur Diplom-Medienpädagogin habe ich in Remscheid an einer einwöchigen Fortbildung zur Programmierung mit der Spiel-Engine Unity teilgenommen. Die zwei Dozenten – Absolventen des Cologne Game Lab und Gewinner des Deutschen Computerspielpreises für das beste Jugendspiel 2017 – begleiteten alle Neulinge bei der Entwicklung ihrer ersten eigenen Spiele. Gemeinsam mit einem anderen Teilnehmer entwickelte ich ein Escape Room-Spiel für Kinder: der Spieler schlüpft in die Rolle eines Schülers, der von der Lehrerin zum Nachsitzen verdonnert wurde. Das Klassenzimmer darf er erst verlassen, sobald er alle Aufgaben gelöst hat.

Ich hatte mir die Entwicklung eines Computerspiels mit einer Spiel-Engine einfacher vorgestellt.  Ohne richtige Programmierkenntnisse – in dem Fall von Unity C# – kommt man nicht weit. Wir benötigten viel Zeit, um die Spielmechanik zu bauen. Deshalb konnten wir am Ende nur ein einziges Rätsel in unseren Escape Room einbauen. Ursprünglich hatten wir die Idee, für jedes Schulfach ein Rätsel im Klassenzimmer zu platzieren. Aber das wesentliche Ziel der Woche haben wir erreicht: ein lauffähiges Spiel mit Start und Ende.

Am Ende der Fortbildung stand die Frage, in welche Form Medienpädagogen selbst – die keine ausgebildeten Spieleentwickler sind – einen Unity-Workshop für Kinder und Jugendliche anbieten können. Gemeinsam haben wir ein Konzept ausgearbeitet, das m.E. tatsächlich gut umsetzbar ist, auch wenn man allein nicht in der Lage ist Freestyle ein neues Spiel zu programmieren. Ich bin gespannt, ob sich die Gelegenheit ergibt, das Konzept zeitnah umzusetzen. „Games programmieren mit Unity“ weiterlesen