Seit diesem Jahr bin ich im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) als Medienscouts-Referentin unterwegs und bilde an weiterführenden Schulen neue Medienscouts aus.
Was sind die Medienscouts?
Das Projekt gibt es in NRW bereits seit über 20 Jahren. Es folgt dem Peer-to-Peer-Ansatz: Kinder und Jugendliche setzen sich intensiv mit verschiedenen Medienthemen auseinander und geben ihr Wissen anschließend an andere Schüler weiter.
Die Themen der Medienscouts-Ausbildung sind unglaublich vielfältig: Es geht um Cybermobbing & Gewalt im Netz, Künstliche Intelligenz & Fake News, Smartphones & Digitales Wohlbefinden und vieles mehr.
In diesem Jahr darf ich gemeinsam mit meiner Kollegin Katharina Rademacher die Medienscouts-Qualifizierung für die Krefelder Schulen umsetzen.
Hier einige Impressionen aus unserem ersten Workshop:
Was machen Medienscouts an ihrer Schule?
Die Medienscouts können selbst entscheiden, mit welchen Themen und Projekten sie sich an ihrer Schule einbringen möchten. Sie können zum Beispiel Sprechstunden anbieten, Workshops durchführen oder Elternabende mitgestalten. Während der Ausbildung begleiten die Coaches die Schüler und ihre Beratungsfachkräfte dabei, erste Ideen zu entwickeln und konkrete Projekte für die eigene Schule zu planen.
Im Idealfall gelingt es den Schulen, die Medienscouts fest im Schulalltag zu integrieren und ihre Arbeit langfristig zu verankern. Wichtig ist dabei auch der Austausch mit anderen Schulen und Medienscouts.
Eine gute Gelegenheit dafür bietet jedes Jahr die Medienscouts Convention. Aufgrund der großen Nachfrage finden in diesem Jahr sogar zwei Veranstaltungen statt.
„Gemeinsam laut und klar“ – Medienscouts Convention in Düsseldorf
Ich habe die heutige Convention in Düsseldorf besucht, die unter dem Motto „Gemeinsam laut und klar“ stand. Für die Medienscouts und ihre Beratungsfachkräfte gab es Workshops und Diskussionsformate rund um Desinformation und Manipulationsstrategien im Netz, Radikalisierungsdynamiken auf digitalen Plattformen und Sextortion, also Erpressung mit Nacktbildern.
Eröffnet wurde die Veranstaltung am Morgen von NRW-Schulministerin Dorothee Feller. Gemeinsam mit Dr. Petra Gerlach, der stellvertretenden Direktorin der LfM, nahm sie anschließend an einer Diskussionsrunde teil und stellte sich den Fragen der Medienscouts.
Für mich war die Convention eine schöne Gelegenheit, das Projekt noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben: nicht nur innerhalb einer einzelnen Qualifizierungsrunde, sondern als Teil einer großen Community von engagierten Schülern und Beratungsfachkräften aus ganz NRW.
Und so geht es weiter …
Ich freue mich sehr darauf, diese wertvolle Initiative in den nächsten Jahren als Referentin weiter begleiten zu dürfen. Am Donnerstag startet auch direkt meine zweite Qualifizierungsrunde.
In den kommenden Wochen werde ich neue Medienscouts an Schulen im Rhein-Kreis Neuss ausbilden und bin schon sehr gespannt darauf, die Schüler und Fachkräfte persönlich kennenzulernen.
